Tamalan Theater in der Hamburger Staatsoper

Da waren wir schon ein wenig erstaunt, als wir für die Hamburger Staatsoper angefragt wurden. Gut, wir zeigen auch Musiktheater, arbeiten ebenso mit musikalischen, optischen und theatralen Effekten und anschließend klatscht das Publikum –
Aber die unterschiedlichen Dimensionen sind doch nicht zu übersehen: Nicht nur die Größe der Bühne und des Publikumsraumes sondern auch das Konzept des Theater-Machens ist deutlich anders. Wir sind erstaunt, wie viele eigenständige Abteilungen, welche immensen Räumlichkeiten und Werkstätten und welch ein Organisationsapparat uns bei unserem Besuch begegnet. Wie spannend ist es, zu sehen, wie ein komplexes Räderwerk ineinander greift, wie hunderte von Mitarbeitern an der Durchführung von Bühnenkunst arbeiten. Während wir im Zwei-Personen-Betrieb ja eigentlich das Gleiche tun – nur eben in viel kleinerem Rahmen.
Eingeladen wurden wir von den Mitarbeitern der Staatsoper zur Kinder-Mitarbeiter-Weihnachtsfeier und es war ein erfolgreiches und herzliches Erlebnis. Da die Opernbühne für unsere Art, Theater zu spielen zu weit entfernt war, wurde kurzerhand der Orchestergraben hochgefahren und wir konnten unser Equipment dort aufbauen. Rund zwei Dutzend Mitarbeiter standen uns beim Aufbau bereit, wollten Kulissen schieben, Headsets verdrahten, Durchgangswege abkleben und waren irritiert, dass wir (die Schauspieler!) Bühnenbild und Technik eigenhändig aufbauten.
Wir freuen uns, dass so verschiedenartige Arbeitsweisen zusammen kommen können und miteinander Spaß haben. Wir bedanken uns für diesen Cross-over und grüßen ganz herzlich – von Haus zu Haus 😉